Woche 006 – Ninh Binh, Vinh und Phong Nha

Da hätte ich doch fast vergessen einen Beitrag zu schreiben, zu dem Video, das einen Tag früher als geplant erscheint. 

Also Freunde. Einige Aspekte hat das ganze. 

In Ninh Binh war ich etwas demotiviert. Wie manche vielleicht auf Youtube verfolgt haben, hab ich auf der Fahrt nach Ninh Binh für ein paar Stunden mein Handy verloren. Ich fand es Gott sei Dank rasch wieder, mit Hilfe einiger Locals, aber dennoch war ich etwas angeschlagen. Auch die acht stündige Fahrt hat meinen Knochen gezehrt und das Wetter war…unter aller Sau. Regen. Wolken. Mehr Regen. Also entschloss ich einfach den Regen abzuwarten und sobald es aufhört mich weiter in Richtung Süden zu machen. Somit kann ich euch zu Ninh Binh absolut nichts sagen, außer dass dort ummittelbar in der Nähe meines Homestays „King Kong“ gedreht wurde. Zumindest einige Szenen davon. 

Weiter ging es für mich nach Vinh. Zu Vinh hatte ich keine gezielte Meinung, da ich nie etwas davon gehört hatte. Vinh scheint auch keine gezielte Tourismusstadt zu sein, sonder viele verweilen meist eine Nacht dort um weiter zu fahren. Die Hostels und Hotels sind teuer und fangen bei circa 25 Euro an. Also musste ich versuchen spontan einen Couchsurfing Platz zu ergattern. Mit Erfolg. Ich lernte Kristina (englischer Name) kennen und sie nahm mich mit zu einem befreundeten Arzt, dessen Familie für mich kochen wollte. Das war für mich erstmal komisch, da weder Kristina, noch der Freund meine Gastgeber sein würden. Ich nahm dennoch dankend an. Ich lernte eine unfassbar herzliche Familie mit zwei kleinen Kindern kennen und genoss köstlichstes vietnamesisches Essen. 

Anschließend ging es für mich zum Couchsurfen zu Dzuong. Sie ist gibt Privatstunden in Basic-English und hatte am nächsten Tag frei. So durfte ich in ihrem „Büro“ auf dem Boden schlafen. Es war kein Luxus, aber es war sauber, es war trocken und ich war dankbar. Ich lernte an diesem Tag viel über die vietnamesische Kultur kennen und das ist eine Erfahrung, die jeder einmal gemacht haben sollte. Couchsurfing ist für exakt solche Erfahrungen perfekt. Kultureller Austausch. 

Am nächsten Tag ging es früh für mich weiter in Richtung Phong Nha und dort hatte ich eine unvergessliche Zeit. Ich habe alte Gesichter aus Cat Ba und Sa Pa wieder getroffen, durfte eine Nacht umsonst im Hostel wohnen im Austausch für ein paar Bilder und bekam jeden Abend das Abendessen gratis. Die Menschen dort sind mir in den vier Nächten unfassbar ans Herz gewachsen. Sowohl die Angestellten als auch die anderen Backpacker.

Tatsächlich habe ich erst zweimal die Erfahrung gemacht, dass sich direkt eine Gruppe bildet die sich gefühlt schon ewig kennt. Eigentlich ist es in der Regel mehr ein „ok. wir teilen uns halt den Schlafsaal. Gute Nacht.“ Aber intensives Zeitverbringen fand eher weniger statt. Umso trauriger ist man tatsächlich wenn dann die unvermeidliche Abreise näher rückt. Man aß zusammen, man trank zusammen, man erzählte sich Geschichten und man erkundete Höhlen. Kurze Bindungen und eventuell lange Freundschaften oder gar Beziehungen entstehen in solchen Momenten. Momente, die man am liebsten für immer festhalten und niemals loslassen würde. Aber jeder muss mal weiter, so auch ich. 

Also ein bekanntes Spiel: Rucksack packen, tschüß sagen, weiter fahren. 

Auf nach Hué. Auf zu neuen Abenteuern. 

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Bis nächste Woche!