Die zweite Woche ist vorrüber

Halbzeit. Fast zumindest. Michelle und Alina haben mich verlassen. Michelle musste zurück nach Deutschland und Alina hat eine Freundin in Faro getroffen, mit der sie weiterreisen will. Ich hoffe, es geht ihr gut, da es in der selben Nacht richtig gestürmt hat und die beiden nur ein Zelt haben. Wie ich Alina jedoch kenne, kommt sie ganz gut klar, die kleine Kämpferin. 

Ich merke allerdings, wie sich eine innere Unruhe in mir breit macht. Ich will weiter ziehen. Nach Asien. Ich kann es kaum erwarten, bis der 5. Februar angebrochen ist. Ich habe mir mittlerweile soviel Geld hier verdient und durch eure Spenden erhalten, dass ich den Flug nach Hanoi bezahlt habe. Rückflug brauche ich ja sowieso nicht. Aber dazu soll der Wochenrückblick nicht dienen. 

Drei Wochen insgesamt in der selben Wohnung zu sein kommt mir aktuell ziemlich hart vor. Ich meine trotz Auto ist man geographisch eingeschränkt, da ich kein Geld habe um große Ausflüge zu machen. Ich beschränke mich auf einen 50km Umkreis der Wohnung und da habe ich mit Alina und Michelle fast alles erkundet. Nun sind zwei Freunde aus Saarbrücken für 10 Tage da, was mich quasi zum „local“ macht der ihnen alle coolen Orte zeigen wird muss. Blogtechnisch wird also wenig bis nichts neues dazukommen in der nächsten Zeit, da ich die selben Orte mit zwei anderen Menschen besuchen werde. 

Auch wenn es nicht so aussieht, ist es viel Arbeit die Videos zu sichten und zu schneiden. Ich habe für ein 10 Minuten Video teilweise über drei Stunden Material, nur dass ihr mal eine Hausnummer habt. Für die Wochenvideos (siehe oben) brauche ich für den Schnitt auch circa 2-3 Stunden. Aber alles in allem Liebe ich es. Nur ich möchte, dass ihr versteht, dass ich mir nicht die Arbeit für die selben Locations 2 mal machen werde. 🙂 

Alles in allem geht es mir hier sehr gut. Ich bin Dankbar, dass die Menschen um mich herum mir die meisten Konsumgüter (Essen, Trinken) bezahlen, sonst könnte ich mir das hier grade nicht leisten in der Art wie es „gefordert“ wird. Seht das so: Ich habe maximal 5 Euro am Tag zum leben und komme damit sehr gut klar. 2 warme Mahlzeiten, Obst, Wasser – Chris ist glücklich. Als Urlauber will man sich aber was gönnen und geht in Restaurants, wo das Bier 2-3 Euro kostet und das Essen 8-15 Euro. Ihr merkt schon…Rahmen gesprengt. Wie gesagt. Ich bin dankbar, dass das für mich übernommen wird, hätte aber auch kein Problem damit in der Zeit einfach draußen Dinge zu fotografieren oder mir das Geld in ein paar Stunden zu verdienen. Wobei, ich glaube nicht, dass ich das verdiente Geld einfach in ein Essen stecken würde, sondern mich davon ein paar Tage ernähren würde. 

Wie auch immer. Ich schweife wieder ab. 

Long Story Short: Mir gehts gut, ich bin dankbar, ich genieße jede Sekunde hier aber freue mich drauf, dass es bald weiter geht! Wir sehen uns!

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